Samstag, 9. März 2013

Scherben bringen Glück?

Was kann man tun, wenn man das Gefühl hat, dass so langsam alles zerbricht? Es versuchen mit etwas Klebeband zusammen zu halten? Über jeden Riss ein kleines Stück kleben, bis die Vase nicht mehr durchsichtig rein ist, sondern zugekleistert. Oder lieber brechen lassen, wegschmeißen, neukaufen? Eine Möglichkeit gibt es noch, nach dem ersten Riss direkt in Watte einwickeln, sicher verstauen, in eine Kiste sperren, es nicht mehr rausholen und meinen das jetzt alles wieder super ist. Geht das? Was ist die beste Lösung? Und was ist mit der Angst und dem Schmerz? Der Schmerz der so wehtut. Die Dunkelheit? Was tun, wenn alles schwarz ist? Alles dunkel. Und wo ist das verdammte Licht? Das Licht das Frieden und Ruhe spendet, die vollkommene Glückseeligkeit.
Alles doch nur Bullshit. Im echten Leben zerbricht doch alles, in tausend verschiedene Teile, in spitze, scharfe Scherben, an denen wir uns die Arme und Beine aufschlitzen, die uns manchmal auch mitten ins Herz treffen.

Sonntag, 3. Februar 2013

Gedankenmüll

Wie viel kann man ertragen? Und wenn es irgendwann besser wird, vermisst man dann das schlechte? Die Angst? Die Kontrolle? Die Heulkrämpfe?
Oder kann man das ruhige Leben dann einfach genießen?
Ich habe Angst. Angst vor jeder Veränderung. Angst davor die falsche Wahl zu treffen, wenn ich mir Klamotten anziehe. Ich habe Angst das ich wieder Dinge tue, die ich nicht darf. Einfach Angst. Quasi Angst vor allem.
Kontrolle. Es klingt wie Musik. Ich brauche Kontrolle. Mehr als Luft. Ohne meine Kontrolle wäre ich glaub ich nicht in der Lage überhaupt aus dem Haus zu gehen. Die Kontrolle erlaubt mir, meine perfekte Maske aufzusetzen und das lächeln zu lieben. Die Kontrolle hilft mir alles Schlechte weit weg zu schieben. Nur in wenigen Momenten kommt dann alles hoch. Wenn ich alleine bin. Aber das ist okay. Ich gebe mich allem hin. Lebe es aus. Irgendwie habe ich zwei leben. Mein eigenes, ganz persönliches Leben, das nur ich & wenige andere kennen & mein öffentliches Leben, das Alle kennen.
Aber so ist es halt.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Nimm deine Hand von meiner Hand, denn sie ist Schmutzig, Schmutzig!

Jeder Mensch hat seine eigenen schmutzigen Geheimnisse. Jeder hat Geheimnisse. Ob schmutzig, schön oder furchtbar. Jeder hat irgendwo Leichen in seinem Keller, die irgendwann einfach vor sich rotten werden und in Vergessenheit geraten. Aber es ist einfach so. Aber ist es schlecht Geheimnisse zu haben? Ich finde es ist ein schmaler Grad auf dem man mit einem Geheimnis wandelt. Man kann leicht die Balance verlieren und früher oder später zur einen Seite in den Abgrund stürzen. Dennoch ist es auch wichtig, etwas zu haben, dass nur einem selbst gehört. Das man mit niemandem teilen muss oder preisgeben muss. Und ganz ehrlich, wollen wir denn immer alle Geheimnisse wissen? Möchten wir wirklich die Wahrheit? Ein Geheimnis hat immer einen Grund, warum es geheim ist. Sei es aus Scham, aus Lust und Verlangen, aus Schutz, aus Liebe, aus Freundschaft oder aus Angst. Es hat einfach seinen Grund. Und gibt es einem Menschen nicht Tiefe, wenn er geheimnisvoll ist? Wenn er nicht alles von sich preisgibt? Manchmal kann man jemandem ein Geheimnis erzähles, es anvertrauen. Und ist das nicht auch eines der größten Geschenke dieser Erde? Es bedeutet, dass man einem Menschen so sehr vertraut, dass man sich einfach sicher ist, dass dieser Mensch einen unterstützt und das eigene Geheimnis auch zu seinem macht. Doch man gibt auch sehr viel von sich dabei preis. Man muss viel dafür bezahlen, einen anderen Menschen sein Geheimnis zu erzählen. Es gibt die Gefahr das dieses Geheimnis publik wird, denn seien wir ehrlich, wir Menschen reden einfach viel zu gerne!