Dienstag, 21. Februar 2012

Unser täglicher Begleiter


*2011*
 Jeder trägt etwas mit sich herum. Etwas das wir nicht sehen können und doch schwer auf unseren Schultern lastet. Wir schleppen es täglich mit uns. Und es kebt an hartnäckig an uns.
Seelischer Balast.
Und oft steht uns dieser Balast im Weg. Er ist schwer und drückt uns nieder. Wir verschließen unsere Augen vor der Zukunft, weil wir diesen Schmerz noch immer spüren.
Der eine trägt die Spuren einer Trennung in seinem Herzen, der nächste die Enttäuschung über sich selbst, wieder ein anderer das Gefühl versagt zu haben, der nächste die Erfahrungen aus frühen Tagen, der andere wurde verletzt in seinem Stolz. Und wir können diesen hartnäckigen Mantel nicht ablegen. So sehr wir versuchen die Knöpfe aufzureißen und auszubrechen, bleibt es uns dennoch oft unmöglich.
Und dann gehen wir Situationen aus dem Weg, die wunderbar sein könnten, aus reiner, purer Angst, wieder die selben Schmerzen zu fühlen. Aus Angst das die alten Narben wieder aufreißen und bluten.
Wir wollen auch nicht das andere das empfinden, was wir einst empfunden haben. Wir schützen sie indem wir uns zurück ziehen und abkapseln und sie nicht mehr teilhaben lassen.
Wir müssen einen Weg finden diesen Balast los zu werden und wieder frei zu atmen. Wie ein Kind, ganz unschuldig und neugierig.
Aber das halte ich selbst für unmöglich, völlig utopisch. Ich weiß wie ich selbst bin, der Mantel an seelischem Balast, den ich bei mir trage, ist unglaublich schwer. Alle Taschen sind voll und scheinen bald zu platzen. Ich habe zwar schon ein paar sachen aus den Taschen verloren, aber sie machen lediglich Platz für neues.

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